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LSB Niedersachsen erwartet vom DOSB bundesweite Übergangsregeln für den Vereinssport

Präsident Prof. Dr. Umbach und Vorstandsvorsitzender Rawe gaben am 16. April 20 folgendes Statement als Mitteilung in die Presse ab:

„Mit großem Verständnis haben wir die Verständigung von Bund und Ländern angesichts der aktuellen Phase der Corona-Pandemie am 15. April 2020 zur Kenntnis genommen – auch wenn über den Vereinssport keine Entscheidungen getroffen wurden.  Der LandesSportBund Niedersachsen sieht gleichwohl die Notwendigkeit, dass in den kommenden Wochen und Monaten ein begrenzter Sportbetrieb nach einheitlichen Standards wieder anlaufen kann.“

Dieses erste Statement gaben der Präsident des LandesSportBundes (LSB) Niedersachsen, Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Umbach, und LSB-Vorstandsvorsitzender Reinhard Rawe nach der Berliner Pressekonferenz ab. Rawe erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass der Olympiastützpunkt Niedersachsen sehr verantwortungsvoll die Chance, 54 Olympia- und Perspektiv-Kadern in den olympischen Sportarten wieder Trainingseinheiten im Sportleistungszentrum Hannover unter Beachtung der weiterhin für die gesamte Bevölkerung geltenden Sicherheitsvorschriften zu ermöglichen, umgesetzt habe.

„Wir setzen darauf,  dass Bund und Länder bei ihrem nächsten Treffen am 30. April 2020 über das wertvolle Sporttreiben in Vereinen entscheiden und angepasste Sportangebote möglich machen“, sagten Dr. Umbach und Rawe und verwiesen auf das DOSB-Positionspapier als Angebot der Mithilfe zur Wieder-Aufnahme des vereinsbasierten Sports mit zehn Leitplanken als verbindlicher allgemeiner Rahmen für den Vereinssports.

Beide sehen dafür aber auch den DOSB stärker in der Verpflichtung. „Wir brauchen umgehend klare, verbindliche sportartspezifische Übergangs-Regeln für die Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs und wenn möglich eines begrenzten Wettkampfbetriebs, als klare Leitfäden für die Sportvereine.“  Der DOSB müsse nun zeitnah einen Handlungskatalog mit den Spitzenverbänden erarbeiten, damit es eine bundesweit einheitliche Praxis in den Sportvereinen gebe.

„Wir erwarten, dass die Vorschläge dann in das nächste Treffen auf Bundesebene am 30. April eingebracht werden können.“  Denn ein Flickenteppich unterschiedlicher Regelungen und Handhabungen wie er bereits aktuell in Teilbereichen zu sehen sei, könne Vereinsmitgliedern und Sporttreibenden nicht dauerhaft vermittelt werden.

Am 22. April will der LSB mit dem Niedersächsischen Minister für Inneres und Sport über die Ergebnisse der ersten landesweiten LSB-Vereinsbefragung zu den finanziellen Auswirkungen der Coronavirus-Krise auf Sportvereine und ein daraus ggfs. resultierendes zusätzliches Förderprogramm für diese diskutieren.

Die 10 Leitplanken des DOSB:

  • Distanzregeln einhalten
  • Körperkontakte auf das Minimum reduzieren
  • Freiluftaktivitäten präferieren
  • Hygieneregeln einhalten
  • Umkleiden und Duschen zu Hause
  • Fahrgemeinschaften vorübergehend aussetzen
  • Veranstaltungen wie Mitgliederversammlungen und Feste unterlassen
  • Trainingsgruppen verkleinern
  • Angehörige von Risikogruppen besonders schützen
  • Risiken in allen Bereichen minimieren

Allgemeinverfügung der Stadt Braunschweig

Allgemeinverfügung der Stadt Braunschweig

Die Stadt Braunschweig hat die ursprüngliche Allgemeinverfügung, nach der bis nach Ostern lediglich alle Großveranstaltungen ab 1.000 Besuchern abgesagt, jetzt abgeändert und damit verschärft. Damit sind nun alle Veranstaltungen ab 100 Personen in der Stadt generell verboten. Ältere Menschen sollen überlegen, an welchen Veranstaltungen sie teilnehmen. Ergänzend empfiehlt das Braunschweiger Sportreferat die Verschiebung anstehender Mitgliederversammlungen der Vereine. Auch allgemeine Prinzipien der Risikoeinschätzung und Handlungsprinzipien stehen in schriftlicher Zusammenstellung zur Verfügung.

Die Gefahrenabwehrleitung der Stadtverwaltung zum Thema Corona-Virus hat intensiv die Frage erörtert, wie mit Veranstaltungen in der Stadt ab sofort umzugehen ist. Dabei hat die Stadt den Austausch auch mit dem Sozialministerium, dem Landesgesundheitsamt, mit Veranstaltern in der Stadt sowie der Stadthallen GmbH gesucht.

Die Stadt Braunschweig hat sich entschlossen, wie andere Kommunen gemäß den Hinweisen von Bund und Land ab sofort alle Veranstaltungen ab 100 Menschen zu untersagen. Sozialdezernentin Dr. Christine Arbogast, die die Gefahrenabwehrleitung der Stadt leitet, sagte „Wir bedauern dies und bitten Veranstalter und Bürgerinnen und Bürger um Verständnis. „Doch angesichts der hoch dynamischen Entwicklung von Infektionsfällen in Deutschland und der Maßgabe des Bundes, die Ausbreitung zu verhindern bzw. zumindest zu verlangsamen, kommen wir um drastische Maßnahmen nicht herum.“

Gelten soll die Verfügung vorerst bis zum Dienstag nach Ostern. Angesichts der Dynamik der Lage ist davon auszugehen, dass sie verlängert wird.

Betroffen sind etwa das Konzert von Andrea Berg, von Gregory Porter, Blaue Planet-Veranstaltung sowie die Spiele der Basketball-Löwen. Auch die Abschlussveranstaltung des Stadtputztages (nicht der Stadtputztag selbst und die Tombola!) wird abgesagt.

Bezüglich der Eintracht-Spiele hatte die Stadtverwaltung zunächst noch gewartet, ob es eine Einigung der Liga gibt, etwa bezüglich von Verschiebungen. Diese liegt nicht vor, daher gilt die Verfügung jetzt auch für die Spiele. Diese können stattfinden, jedoch ohne Zuschauer.

Vor dem Hintergrund, dass die Auswirkungen des Virus insbesondere für ältere Menschen gefährlich sind, muss diese Gruppe besonders geschützt werden und besonders auf sich achtgeben. Pflege- und Altenheime sind daher besonders gefragt, besondere Vorsichtsmaßnahmen für ihre Bewohner zu entwickeln. Ältere Menschen sollten generell ihre Kontakte nach Möglichkeit reduzieren, gerade auch zu Kindern, da diese zwar bisher kaum sichtbar erkranken, allerdings das Virus übertragen können. Gerade von ihnen ist daher auch die Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen abzuwägen.

All die genannten Festlegungen, Einschätzungen und Empfehlungen beziehen sich auf die Situation, wie sie sich heute dargestellt. Sie können sich schon in wenigen Tagen verändern, da es sich um eine sehr dynamische Entwicklung handelt, bundes- und weltweit. Insofern kann die Bewertung aller Annahmen und Daten zum Thema Corona sich stetig verändern.

Heute wurde dem Gesundheitsamt der Fall eines Erkrankten aus Osterode mitgeteilt. Dieser ist in Braunschweig mit Hauptwohnsitz gemeldet, hält sich allerdings derzeit in seiner Zweitwohnung in Osterode auf, wo er nach Vorgaben des dortigen Gesundheitsamts in häuslicher Isolation bleibt. Es gibt in Braunschweig zwei Kontaktpersonen, mit denen das Gesundheitsamt Braunschweig bereits das weitere Vorgehen besprochen hat. Sie bleiben in häuslicher Isolation, bisher haben sie keine Symptome.

Braunschweiger Vereinshelden im Sport

Die Braunschweiger Sportvereine haben ihre besonders engagierten freiwilligen Helfer für die Aktion „Ehrenamt überrascht“ des LandesSportBund Niedersachsen nominiert.

Seit Oktober 2019 wurden in den Sportvereinen Engagierte mit einer besonderen Aktion überrascht. Alle Engagierten erhielten ein Präsent mit kleinen Geschenken und einem großen DANKESCHÖN.

Vereinsheld Wolfgang Krake, überrascht am 28.10.2019:

Wolfgang Kranke
Wolfgang Krake, Vizepräsident Abteilungen BTSV Eintracht Braunschweig von 1895 e.V.

Vereinsheld Burkhard „Kiese“ Kühn, überrascht am 03.11.2019:

Burkhard Kühn
Burkhard „Kiese“ Kühn, Betreuer der Herrenmannschaft und der technischen Anlage, F.C. Sportfreunde 1920 Rautheim e.V.

 

Vereinshelden Heike u. Thomas Perduns, überrascht am 03.11.19:

Heike und Thomas Perduns
Ehepaar Heike und Thomas Perduns, Service-Team Formationen, Braunschweiger Tanz-Sport-Club

Vereinsheld Volker Heuschkel, überrascht am 14.11.2019:

Volker Heuschkel
Volker Heuschkel, Ex-Fußballprofi, Frauenspezialist i.R., Co-Trainer, SC Rot-Weiß Volkmarode 1912 e.V.

Vereinsheldin Svenja Ahrens, überrascht am 08.12.2019:

Svenja Ahrens
Svenja Ahrens, Helferin im Hintergrund der Weihnachtsgala der Schwimmstartgemeinschaft Braunschweig

Vereinsheld Henning Oetke, überrascht am 18.12.2019:

Henning Oetke
Henning Oetke, American Football Trainer und Lenste-Betreuer der Sportjugend Braunschweig

Vereinsheld Horst Pech, überrascht am 20.12.2019:

Horst Pech
Horst Pech, Jugendwart und Hallenkoordinator, Organisation Tischtennis des TSV Rüningen

Vereinsheldin Elke Thiele-Boje, „Cheffin“ und Motor der Judoabteilung des MTV Hondelage, überrascht am 21.12.2019:

Per Nominierungsbogen konnten die Vereine ihre Vereinshelden melden zu Überraschungsaktionen melden. In Braunschweig konnten bisher 8 Überraschungen für 9 Personen, verbunden mit den Präsenten des LSB und viel „Wirbel“ umgesetzt werden.

Engagementfreudiger SC Rot-Weiß Volkmarode ausgezeichnet

SC Rot-Weiß Volkmarode 1912 e.V. durch den LandesSportBund Nds. als engagementfreudig ausgezeichnet

Der Vizepräsident Vereins- und Organisationsentwicklung des SSB,  Hartmut Kroll, überreichte am 24.08.2019 während der Saisoneröffnungsfeier den Vertretern des SC RW Volkmarode die Auszeichnung  Plakette, Urkunde  und einen Scheck über 500,- € vom Landesportbund.

Der Verein hatte die Vergabekriterien des LSB für die Bronze Auszeichnung erfüllt. Nun will der Verein noch nachbessern, um sich ebenso für die Silberne oder auch Goldene Auszeichnung zu qualifizieren. Diese „upgrades“ wären mit weiteren Prämien von 500 oder sogar 1.000 Euro verbunden.

Vereinsgeschäftsführer Hans-Georg Backhoff zeigte sich sehr zuversichtlich, die Engagementfreudigkeit seines Vereins in nicht all zu langer Zeit entsprechend steigern zu können.

Übersicht „BürgerSport im Park“ August bis Oktober 2019

Der Flyer „BürgerSport im Park“ für August bis Oktober 2019 ist fertig

Sportliche Betätigung im öffentlichen Raum soll zum festen Bestandteil der aktiven Freizeitgestaltung der Braunschweigerinnen und Braunschweiger werden. Dieses gemeinsame Ziel haben sich die Bürgerstiftung Braunschweig und der Stadtsportbund gesetzt.

Flyer 2019
Nur ein Klick zum Programm 2019

Von August bis Oktober bieten sieben Braunschweiger Sportvereine insgesamt neun Sport- und Bewegungsangebote von Capoeira über Rugby bis Zumba an. Was wann wo stattfindet ist dem Flyer zu entnehmen. Evtl. Rückfragen zu den Angeboten können an den Stadtsportbund Braunschweig unter buergersport-im-park@ssb-bs.de gerichtet werden.

Polizei SV erhält Bronzeauszeichnung für Engagementfreudigkeit

Polizeisportverein Braunschweig e.V. vom LandesSportBund als engagementfreudig mit Bronze ausgezeichnet

Als Vertreter des verhinderten Vizepräsidenten Vereins- und Organisationsentwicklung,  Hartmut Kroll, übernahm der seit 01.07.2019 neue Geschäftsführer des Stadtsportbundes Braunschweig, Wolfram Wehling (Bild Mitte), sehr gerne die Aufgabe dem Polizeisportverein, vertreten durch Christian Röhl (Bild rechts) und Oliver Nieden (Bild links) die Auszeichnung  Plakette, Urkunde  und einen Scheck über 500,- € vom Landesportbund zu überreichen.

Für den PSV ist die Verleihung der Plakette in Bronze großer Ansporn die Rahmenbedingungen für freiwillig Engagierte weiter zu verbessern um dann beim nächsten Audit die Plakette in Gold zu erhalten so, Christian Röhl, Ehrenamtsmanager und Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes. Durch ein engagementfreundliches Management sollen weiterhin genug  ehrenamtlich Engagierte gefunden werden. Dabei ist es wichtig, die Bedürfnisse der Ehrenamtlichen genug zu berücksichtigen, weiß Oliver Nieden,  Ehrenamtskoordinator und hauptamtlicher Mitarbeiter des Vereins.

Niedersächsische Sportmedaille 2019 für SC 111 NN Braunschweig e.V.

SC 111 NN e.V. erhält die Niedersächsische Sportmedaille 2019

Beim Jahresempfang des niedersächsischen Sports, zu welchem die Staatskanzlei und der LSB alljährlich einladen, wurden die „111er“ (ehemals CJD Sportgemeinschaft) aus Braunschweig in der Kategorie herausragende Vereine ausgezeichnet. Mit stetig enormen Mitgliederzuwächsen  bringt der Verein, hier vertreten durch den Leiter der vereinseigenen DSV-Skischule Michael Quoll und den Vorsitzenden Uwe Riske, neben dem Kanusport mehrere Tausend vorwiegend junge Menschen dem alpinen Skisport nahe.

Jedes Kind soll schwimmen können

Ertrinken ist, neben krankheitsbedingter Ursachen, eine der häufigsten Todesursachen bei Kindern.  Obwohl Schwimmen zu den liebsten Freizeitbeschäftigungen der Deutschen gehört, nimmt die Zahl der Nichtschwimmer, der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) zufolge, dramatisch zu.

So sind 59% der zehnjährigen Kinder laut einer Studie von 2017 keine sicheren Schwimmer. Mehr als ein Drittel der Kinder im Grundschulalter können gar nicht schwimmen und lernen es auch in der Schule nicht.

Die Verbesserung der Schwimmfähigkeit der Kinder bereits im Vorschulalter ist dem Stadtsportbund Braunschweig e.V. (SSB) ein wichtiges Anliegen. Schwimmen ist eine ideale Sportart, die sowohl der Gesundheit als auch der Sicherheit dient und an der Kinder viel Spaß haben. „Seit mittlerweile 6 Jahren haben durch unsere „Nemo-Schwimmkurse“ über 2500 Kitakinder im Rahmen der Projekte „Bewegungswerkstatt-West“ und  „Bewegungswerkstatt-Kita“ das Schwimmen gelernt“, blickt Thomas Schebesta, Vizepräsident Bildung des SSB, stolz zurück.

„In den Einrichtungen erreichen wir nicht nur Kinder aus sozial schwachen Familien, sondern auch viele Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund“, so Tina Stöter, Projektgründerin und Koordinatorin beim Stadtsportbund Braunschweig.

Durch eine großzügige Spende kann das so erfolgreiche Projekt des SSB fortgesetzt werden. Der Stadtsportbund erhält von der Volker-Brumme-Stiftung und der Bürgerstiftung Braunschweig eine Förderung von insgesamt 5.000,00 €. Den Spendern ist es wichtig, mit den Fördergeldern die Kinder sicher im Umgang mit dem Element Wasser zu machen, um sie so, im Ernstfall, vor dem Ertrinken zu bewahren.

Scheckübergabe Projekt "Nemo-Schwimmkurs"
v.l.n.r.: Tina Stöter (SSB-Projektleiterin), Thomas Schebesta (SSB Vizepräsident Bildung), Angela Volker-Brumme und Harald Volker (Stiftungsgründer Volker-Brumme Stiftung), Hans-Herbert Jagla (Vorsitzender Bürgerstiftung Braunschweig)

Im Namen der Kinder, die durch diese Spende das Schwimmen erlernen können, geht schon jetzt ein ganz großer Dank an die Spender!

 

2 Niedersächsische Sportmedaillen für Braunschweig

Auf dem diesjährigen Jahresempfang des Niedersächsischen Sports am 15. Juni 2018, der gemeinsamen Veranstaltung der Niedersächsischen Staatskanzlei und des LSB Niedersachsen gab es in diesem Jahr 2 Auszeichnungen mit der Sportmedaille des Landes Niedersachsen für Braunschweiger Kandidaten.

Für beispielhafte Vereinsarbeit, insbesondere der vorbildlichen Organisation und Durchführung von hochkarätigen Großveranstaltungen seit mehreren Jahrzehnten,  wurde der Braunschweiger Tanz-Sport-Club ausgezeichnet, dessen A-Mannschaft diese Medaille für seine hohen sportlichen Leistungen bereits 2015 erhalten hatte.

Die Niedersächsische Sportmedaille in der Rubrik ehrenamtlicher Einsatz ging an Otto Schlieckmann. Der Präsident des Braunschweiger MTV und des Stadtsportbundes Braunschweig engagiert sich seit 50 Jahren in verschiedenen Ämtern und Funktionen für den Sport und insbesondere die Leichtathletik, davon allein knapp 40 Jahre als Vorsitzender bzw. Präsident des Braunschweiger MTV, den mit über 6.000 Mitgliedern größten Verein der Stadt. Bereits 1991 hatte Otto Schlieckmann für die beispielhafte Vereinsarbeit des Braunschweiger MTV diese Auszeichnung  im Empfang nehmen dürfen.

Die Niedersächsische Sportmedaille ist die höchste Auszeichnung des Landes und wird seit 1985 jährlich durch den Ministerpräsidenten an bis zu 12 Einzelpersonen, Mannschaften oder Vereine verliehen. Eine Fachjury aus Vertretern des Sports (LSB, Sportbünde, Sportfachverbände) und der Landesregierung entscheidet nach Eingang der Vorschläge über die Vergabe.

Oliver Nieden ist neuer Inklusionsmanager im SSB

Oliver Nieden (50) ist zum ehrenamtlichen Inklusionsmanager des SSB berufen worden. Er übernimmt diese neue Funktion neben seinem Engagements als Vizevorsitzender der Sportjugend. Außerdem leitet er seit mehreren Jahren die Abteilung „Schwimmen“ im Polizeisportverein Braunschweig.

Im Interview erklärt Oliver Nieden sein neues Aufgabenfeld und spricht auch über seine persönlichen Beweggründe, die Qualifikation zum „Inklusionsmanager“ zu erwerben.

SSB: Welche Aufgaben hat ein Inklusionsmanager?

Nieden: Er soll das Bindeglied zwischen einem Verein und sport-interessierten Menschen mit Beeinträchtigung sein.

Dabei sind die Aufgaben sehr vielfältig und unterschiedlich: Es fängt in der Regel mit der Willkommenskultur im Verein an, geht über die Abfrage und Sichtung, welche Sportprogramme ein Verein hat, und bei welchen Angeboten Menschen mit und ohne Beeinträchtigung gemeinsam Sport treiben können. Am Ende soll er auch überprüfen, ob die Sportstätten entsprechend ausgestattet und geeignet sind.

Zudem sollte der Inklusionsmanager natürlich wissen und beraten, wo Fördergelder beantragt werden können, um etwa neue und spezielle Sportgeräte anzuschaffen oder inklusive Sportangebote umsetzen.

SSB: Hast Du persönliche oder private Erfahrungen im Umgang mit behinderten Menschen?

Nieden: Seit einigen Jahren bin ich in Braunschweig bei den offenen Landesmeisterschaften der Behinderten im Schwimmen und beim Landesschwimmfest für Menschen mit und ohne Behinderung als Kampfrichter und Sprecher im Einsatz. Da auch mein Stammverein, der Polizei SV Braunschweig, eine dieser Veranstaltungen oftmals ausrichtet, tausche ich mich regelmäßig mit dem Behinderten Sportverband Niedersachsen aus.

SSB: Welche konkreten Projekte willst Du als Inklusionsmanager im Stadtsportbund Braunschweig und mit der Sportjugend umsetzen oder vorantreiben?

Nieden: Wir haben bei unserer großen Sportjugend-Ferienfreizeit auf dem Zeltplatz Lenste im Sommer 2017 einen besonderen Tag des Sportabzeichen durchgeführt. Besonders gefreut habe ich mich, dass daran auch Kinder einer Reisegruppe der Lebenshilfe mit großem Spaß erfolgreich teilgenommen haben. Mein Wunsch ist es, so eine Veranstaltung auch in Braunschweig zu wiederholen. Die Planungen befinden sich noch im Anfangsstadium, aber mit dem PSV als Kooperationspartner ist die Sportjugend auf einem guten Weg, in den nächsten Monaten den 1. Tag des inklusiven Sportabzeichens durchführen zu können.

Darüber hinaus möchte ich im Stadtsportbund als Ansprechperson und Koordinator der Inklusionsmanager in den Vereinen wirken. So haben bereits Eintracht Braunschweig, die Freie Turnerschaft Braunschweig, der MTV Braunschweig, der Polizei SV Braunschweig, der SSC Germania, der TSV Germania Lamme sowie der SV Stöckheim entsprechende Posten eingerichtet. Und natürlich bin ich im Präsidium des SSB auch Ansprechpartner für alle Vereine, die sich mit dem Thema: Inklusion im und durch Sport beschäftigen wollen.

SSB: Warum lässt sich Inklusion im Sport besonders erfolgreich umsetzen?

Nieden: Ich denke, dass gerade der Sport, und dabei vor allem der Breitensport eine Vielzahl von Möglichkeiten bietet, mögliche Hemmschwellen oder Berührungsängste abzubauen.

Durch Anpassung der Regeln oder durch leichte Abänderungen des Spielgerätes ist es ohne Probleme möglich, gemeinsamen und inklusiv Sport zu treiben.